Osteopathie
Osteopathische Dysfunktion/Läsion

Osteopathische Dysfunktion/Läsion

Dieser Begriff bedeutet eine fühlbare Einschränkung der Beweglichkeit eines Gewebes oder einer anatomischen Struktur. Am einfachsten ist diese wahrscheinlich im Bereich der Gelenke nachzuvollziehen, als sogenannte "blockierte" Gelenke der Wirbelsäule und Extremitäten. Aber in der Osteopathie wird dieser Begriff noch viel weiter ausgedehnt, z.B. auf innere Organe und deren freies Gleiten gegeneinander oder Spannungen von Blutgefäßen (Arterien im Rahmen sympathikotoner Anpassungsreaktionen). Auch die Verarbeitung emotionaler Traumen und deren Kompensation in komplexen Tonusveränderungen (Tonus: Spannung, z.B. von Muskeln) gehört in diesen Bereich. Ein Symptom entwickelt sich erst dann, wenn der Organismus nicht mehr in der Lage ist, die bestehenden Läsionen zu kompensieren!
Die Feststellung dieser Dysfunktionen setzt langes und intensives Training des Tastvermögens voraus. Mit sehr differenzierten Techniken wird die Beweglichkeit der betroffenen Strukturen gezielt verbessert und damit die Dysfunktion aufgelöst. Dadurch wird es dem behandelten Menschen möglich gemacht, sich selbst auf natürliche Art und Weise ins Gleichgewicht zu bringen und so eine ökonomischere Funktionsweise zu finden. Der Osteopath " heilt " also den Patienten nicht, sondern gibt diesem nur eine Chance, in eine physiologischere Gesamtkörperfunktion zurückzufinden. Der Organismus als ökonomisches System heilt sich selbst am besten und nachhaltigsten und wird in der klassisch osteopathischen Behandlung also rein "handwerklich " unterstützt, ohne zu Medikamenten oder Operationen zu greifen.
Die Grundlage der Osteopathie ist also immer die eingehende Untersuchung durch Tasten; eventuell unterstützt durch andere Diagnosemaßnahmen, z.B. Röntgen, CT, MRI, Ultraschall u.a.. Es ist wichtig festzuhalten, dass der Osteopath nicht aufgrund von Symptomen behandelt, sondern er löst ganz eindeutig ertastete osteopathische Dysfunktionen, und das natürliche Gleichgewicht reguliert sich nur im Rahmen der individuellen persönlichen Möglichkeiten des Patienten.

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